Mireille à Hambourg

mmhamb2a (2)Compte rendu du concert de Hambourg par Anna de Finlande
(Source : site Aujourd’hui je reviens)
 

J’ai eu le bonheur d’assister dernièrement aux concerts de Mireille à Hambourg et à Berlin. C’est surtout celui de Hambourg qui m’a marquée, autant par son cadre, la magnifique salle de l’Elbphilharmonie, que par la qualité de la voix de Mireille. J’avais entendu dire qu’au niveau acoustique, cette salle était hors-pair, ce qui a en effet été confirmé par cette soirée mémorable.

J’étais assise au premier rang qui était situé très près de la scène, de façon à ce que Mireille semble vraiment proche de nous. De plus, la scène n’étant pas très haute, en me levant, j’avais l’impression d’être presque au même niveau qu’elle, ce qui m’a permis d’observer de près toutes ses expressions et ses gestes qui font partie intégrante de son interprétation.

mmhamb13 (2)Le choix des titres n’était pas d’une grande originalité, à quelques exceptions près ; or, c’est souvent le cas en Allemagne où le public demande à entendre les grands Schlagers des années 1970 qui ont fait son succès outre-Rhin. Bien qu’il m’arrive très rarement d’écouter ces chansons en CD, je dois avouer que sur scène, elles contribuent à créer une belle ambiance dans la salle. Ainsi, nous avons eu droit à des titres incontournables tels que « Hinter den Kulissen von Paris », « An einem Sonntag in Avignon », « Es geht mir gut chéri » ou encore « Der Pariser Tango ». Ils alternaient avec des chansons françaises plus posées, ce qui a permis d’équilibrer le répertoire proposé. Parmi elles, quelques très belles pépites, notamment « L’hymne à l’amour » toujours aussi poignante, « Un dernier mot d’amour », « Une vie d’amour » et « La voix de Dieu » une fois de plus magistralement interprétée.

mmhamb3A (2)Or, la plus belle surprise de cette soirée furent finalement deux titres allemands : d’abord « Die Tage der Liebe », suivi un peu plus tard de « Meine Rose ». Ces chansons étaient tout particulièrement adaptées à cette salle d’habitude dédiée à la musique classique, avant tout en ce qui concerne « Die Tage der Liebe » qui est, rappelons-le, à l’origine une mélodie de Schubert. Quelle interprétation remarquable ! J’en étais subjuguée. C’était un bel avant-goût de l’album classique à paraître et je suis persuadée que ce dernier nous réserve des découvertes exceptionnelles.

Mireille était en forme olympique, la voix claire, puissante, nous faisant vibrer à chaque instant. On pouvait sentir à travers toute la salle à quel point elle était heureuse d’être là et de partager avec nous ces moments inoubliables. Après chaque chanson, ce fut une véritable déferlante de fleurs et de cadeaux, sans parler des standing ovations à répétition et des applaudissements explosifs. A la fin du concert, Mireille et moi-même ne fûmes certainement pas les seules émues aux larmes par « Maman, la plus belle du monde ».

Bref, une expérience sans égale, saluée de manière unanime par le public présent et par la presse. Je n’hésite pas à qualifier ce concert du plus beau auquel j’aie assisté, sachant que pour moi, c’était le 26ème depuis 1991. De l’émotion pure, du début à la fin. Merci Mireille !

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MM – Die Unveränderte

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Les articles relatifs à la tournée allemande de Mireille proviennent en grande partie de la presse allemande.  C’est pourquoi vous trouverez un widget « traducteur » dans la colonne droite de ce site.

Hamburg.Lange galt Mireille Mathieu als die Schlagervariante der großen Piaf, Jetzt wird sie bei ihrer Deutschlandtournee in großen Sälen gefeiert – als eine, die sich treu blieb.
(Von Dorothee Krings)

Mit energischen, etwas steifen Schritten tritt sie auf die Bühne, das schwarze Abendkleid kurz mit schillernden Pailletten, die Lippen glänzend rot. Applaus brandet auf. Mireille Mathieu hebt die Arme zur Weltumarmung, legt den Kopf in den Nacken und singt gleich eines dieser Lieder, die vom Glauben handeln, der stärker ist als die Angst – vom Glauben an sich selbst.
Und gleich ist da dieser entschlossene Ton, dieser Nachdruck auf jeder Silbe, dazu ihr gemeißeltes Vibrato. Jeder Takt ist der pure Wille, anzukommen bei den Leuten. Dabei stehen die ja längst, klatschen, winken, feiern ihren « Spatz von Avignon », die zierliche Frau aus Frankreich, die es allen gezeigt hat, die sich treu geblieben ist, die immer noch singt.
Mireille Mathieu (72) ist zurück. Als es im deutschen Fernsehen noch große Abendshows gab mit Moderatoren, die Anzug trugen, keine Turnschuhe, durfte sie nicht fehlen. Da sang sie auf Französisch und auf Deutsch, sagte der Akropolis adieu, La Paloma adé oder versicherte Chérie, wie gut es ihr geht durch die Liebe. Und ihr Akzent war so elegant wie ihre schwarzen Kleider. Und ihre Melodien waren mal wehmütig, mal heiter oder ein wenig verrucht: Mit Mireille konnte man flirten und tanzen, weinen, träumen, Spaß haben – stets mit einem gewissen Schick. Nie unter Niveau.
Doch galt sie immer als die Schlagerausgabe der wahren Chansonette, der singenden Tragödin Edith Piaf. Die Mathieu hat den Vergleich nie gescheut, hat die Lieder ihres Vorbilds gesungen, wieder und wieder die Geschichte ihrer Entdeckung erzählt, wie sie als Älteste von 14 Kindern einer Arbeiterfamilie schon mit 14 in die Konservenfabrik geschickt wurde, am Fließband die Lieder der Piaf sang, schließlich in einer Talentshow ihr Glück versuchte. Und gewann. Sie hatte diesen Glauben an sich, den sie ein Leben lang besingen sollte. Und sie hatte diese markante, warm vibrierende Stimme, die viel größer war als sie selbst.
Doch irgendwann hatte das Publikum keine Sehnsucht mehr nach Moulin-Rouge-Ausgelassenheit und Montmartre-Nostalgie. Es brauchte die Mathieu nicht mehr, um « hinter die Kulissen von Paris » zu schauen, man reiste jetzt selbst mal schnell dorthin zum Shoppen. Und auch die Sängerin war irgendwann erschöpft von all den Konzerten, Reisen, Fernsehauftritten – von der Figur, die sie geworden war.
Manche Sängerkarrieren enden an diesem Punkt, versickern im Treibsand der Zeit. Doch Mireille Mathieu hat sich und ihre Familie aus der Armut gesungen. Sie war die widerspenstige Kleine, die sich auf die Bühne wagte und den Melodien alles verdankt. Und so blieb sie ihnen treu und sang weiter und wird nun zum Ende ihrer Karriere von einer Welle aus Zuneigung, Bewunderung und Respekt getragen.
So singt sie auf einem der ersten Konzerte ihrer Deutschlandtournee in der Hamburger Elbphilharmonie. Und spricht hinterher freimütig darüber, dass dieser Ort ihr Angst eingejagt habe, weil die Elphi doch ein Haus der großen Klassik sei. Aber eigentlich will sie ja dorthin. Gerade arbeitet sie an einem Album mit Werken von Mozart, Schubert, Brahms, das noch in diesem Jahr erscheinen soll. Sie will es jetzt noch einmal wissen, endlich als ernsthafte Künstlerin gesehen werden, nicht mehr als die harmlose Ausgabe der Piaf.
Diese Energie spürt man in ihrem Auftritt. Da ist keine Erschöpfung, keine Nachlässigkeit. Jedes Lied soll groß werden. Und so spannt sie ihre mächtigen Crescendi wie Luftbrücken zum Publikum, lässt ihre Stimme weit ausholen, bis jedes Lied sich in ein kleines Finale tremoliert hat.

Manchmal kämpft sie dann am Ende des Songs, um die Höhe zu halten. Aber das schadet nicht, denn da singt eben keine perfekte Schlagermaschine, sondern eine leidenschaftliche Frau, die immer noch aussieht wie früher, singt wie früher – und damit Recht behalten hat.

So gibt es die treuen Fans, die nun mit ihr über die Zeit und den Wandel der Moden triumphieren. Sie stehen am Bühnenrand mit Rosengebinden, größer als die Sängerin, überreichen ihr Cadeaus mit glänzenden Schleifen, schwenken Frankreichfähnchen. Manche tragen lange Abendkleider mit Stola, andere Jeans mit kariertem Hemd. Jeder darf zur Mathieu-Familie gehören.
Nicole Kögler hat Rosen mitgebracht, eingewickelt in schwarzes Seidenpapier. Sie wird « 9 aus 12 » machen, erzählt sie – neun der zwölf Deutschlandtournee-Konzerte besuchen. Auch wenn Mireille am 4. Mai in der Düsseldorfer Tonhalle auftritt, will die Frau aus Baden-Württemberg dabei sein. « Weil sie diese Ausstrahlung hat », sagt Nicole Kögler, « und weil mich so viel mit ihr verbindet. » Seit 40 Jahren sei sie Fan, seit sie ein kleines Mädchen war und ihre Eltern Lieder der Französin auflegten. « Die großen Erfolge » war ihre Lieblingsplatte. Nicole Kögler ist Mathematiklehrerin, eine akkurate Frau, die an diesem Abend schwarzes Kostüm trägt, dazu die Haare sorgsam aufgesteckt. Sie nimmt dieses Konzert nicht nebenher mit, für sie ist es eine Feier. Etwas, das sie würdigen will. Etwas, bei dem die Form stimmen muss.
Dass sie die Liebe ihrer Fans spüre, wird die Mathieu später erzählen. Zwei Stunden Konzert und viele Zugaben liegen hinter ihr. Sie hat ihrem Publikum die Lieder ihres Lebens vorgesungen, hat gelächelt, hat Blumen in Empfang genommen, Hände ergriffen, mit ihren roten Lippen « Dankeschön » geformt. Und nun hat sie eine Sonnenbrille aufgesetzt, weil sie erschöpft ist und ein bisschen Abstand will zu den Journalisten, die nach ihrer Frisur fragen, nach Lampenfieber, dem Alter und wie sie ihm trotzt. Sie erzählt, wie schon oft, dass sie diszipliniert lebt, jeden Tag ihre Stimme trainiert, Fisch und Joghurt isst, versucht, viel zu schlafen. Ungefragt spricht sie auch von ihrer Mutter, die vor zwei Jahren gestorben ist, und als sie erzählt, dass die Musik ihr beim Trauern hilft, lässt sie die Stimme brechen.
Mireille Mathieu hat nie versucht, eine andere zu sein, als die Leute in ihr sehen wollten. Das hat sie Kraft gekostet, aber nun zahlt es sich aus. Die Leute feiern mit ihr ein Stückchen Unveränderlichkeit, ein wenig Konstanz in ihrem Leben. Und danken es ihr mit der Liebe, die sie so oft besungen hat.

Quelle: RP On Line (27.04.2018)
Article recommandé par Hans-Christian

MM à Hambourg – 22.04.2018

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Hamburg. – Fan oder nicht Fan: Diese Frage hatte sich beim Auftakt von Mireille Mathieus Welttournee in der Hamburger Elbphilharmonie schnell erledigt. Die Französin überzeugte mit ihrem Repertoire aus Schlagern und Chansons und riss ihr Publikum zu dauernden Standing Ovations hin.

Auch knapp ein Jahr nach der Eröffnung der Hamburger Elbphilharmonie reißt der Besucherstrom nicht ab. Aber ob sie an diesem frühsommerlichen Sonntagabend alle wegen Mireille Mathieu gekommen sind? „Nein, überhaupt nicht“, entgegnet eine Frau auf die Frage, ob sie Fan sei. Immerhin, mit der ergrauten Kurzhaarfrisur und dezentem Hörgerät passt sie sich perfekt dem Altersdurchschnitt des Abends an. Ebenso wie die Mireille-Mathieu-Fans, die noch schnell das aktuelle Programm erwerben wollen. Eine Besucherin aus Weimar erzählt begeistert, dass sie die Sängerin schon zu DDR-Zeiten sehr verehrt habe und sogar beim Konzert der Mathieu 1987 im Ostberliner Palast der Republik dabei gewesen ist.

Deutsch-französische Freundschaft

Zweifellos, La Demoiselle d’Avignon, wie sie in Frankreich genannt wird, hat vielleicht mehr für die deutsch-französische Freundschaft getan als Willy Brandt und George Pompidou. Um im Gegensatz zu den Politikern, ist sie nie abgetreten. 190 Millionen verkaufte Platten, 1200 Songs in elf Sprachen, eine Karriere, die seit 50 Jahren andauert. Allein das verdient Hochachtung.

An diesem Abend in der Elbphilharmonie ist es ein kurzes Trällern hinter der Bühne, mit dem die Sängerin sich ankündigt, nachdem ihre Musiker bereits Platz genommen haben. Und dann ist sie da: 1,53 m, im schwarzen Cocktailkleid und mit der unverwechselbaren Frisur breitet sie die Arme aus, scheint jeden einzelnen Zuschauer auf den Rängen in Augenschein zu nehmen, als wolle sie ihm versichern – wie sie mal in einem Interview gesagt hat – es sei die Liebe ihres Lebens.

Source : Noz.dr